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15.11.2011: Rechnungshof-Schelte an Schavan muss Konsequenzen haben

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AG Haushalt
15.11.2011

Anlässlich der heutigen Veröffentlichung der Bemerkungen 2011 des Bundesrechnungshofes, erklärt der zuständige Berichterstatter der SPD im Haushaltsausschuss, Klaus Hagemann, MdB:

Schärfer kann Kritik an einem Bundesministerium kaum ausfallen. Der Bundesrechnungshof hat „begründete Zweifel“, ob das Zwölf-Milliarden-Programm für Bildung und Forschung im Zuständigkeitsbereich von Bundesministerin Schavan „die gewünschte Wirkung entfaltet“. Von unabhängiger Seite wird der Ministerin nun attestiert, dass ein vernünftiger Einsatz der zusätzlichen Mittel leider nicht sichergestellt ist.

Gerade die SPD-Fraktion hat im Rahmen der Haushaltsberatungen wiederholt darauf hingewiesen, dass es dem Ministerium auf der einen Seite nicht gelingt, schnell und zielgerichtet notwendige Bildungsinvestitionen auf den Weg zu bringen. Beim Qualitätspakt Lehre für die Hochschulen sind angesichts einer Rekordzahl von Studienanfängern beispielsweise bislang gerade Mal gut 90 Professoren bewilligt. Von den in diesem Jahr zur Verfügung stehenden 140 Mio. Euro sind dementsprechend lediglich zwei Mio. Euro an den Universitäten angekommen. Ende des Jahres wird die Ministerin damit die magische Grenze der ersten verlorenen, weil nicht-verausgabten, Milliarde Euro in ihrer Amtszeit überschritten haben. Auf der anderen Seite wird die Liste der gescheiterten Projekte der Ministerin, nachzulesen etwa im neuen „Schwarzbuch Schavan 2.0“, immer länger.

Kaum hat die Koalition den Bundeshaushalt 2012 im Haushaltsausschuss beschlossen, müssen nach der Rechnungshof-Schelte sowohl die Förderpolitik als auch die Auswahlverfahren von Ministerin Schavan zurück auf den Prüfstand.


Ansprechpartner: Uwe Neeb, 7 32 32

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Zitate von Klaus Hagemann

  • "Der Regierungsentwurf des Haushalts 2011 macht die Konstruktionsfehler der neuen Begabtenförderung des Bundes deutlich: Das Nationale Stipendienprogramm und die Bundeszuschüsse an die Begabtenförderwerke implodieren förmlich. Das Ziel, insgesamt zehn Prozent der Studierenden eine Förderung zu geben, wird damit aufgegeben. Gleichzeitig werden ineffiziente Doppelstrukturen – hier die bewährten Begabtenförderwerke, dort die neuen Förderabteilungen der Hochschulen – geschaffen. Letztere werden mit den Verwaltungskosten für das Stipendienprogramm weiterhin alleine gelassen. Im Ergebnis gibt es künftig Stipendien des Bundes 1. Klasse aus dem Nationalen Stipendienprogramm und 2. Klasse von den Begabtenförderwerken."
  • "Mit dem Bericht der Bundesregierung werden erstmals die verdeckten Kosten der Atomenergie für die Steuerzahler deutlich. Die bislang genannten 10,6 Milliarden Euro sind dabei leider nur eine Untergrenze des Jahres 2010.


    Angesichts der Unwägbarkeiten von ASSE II, Morsleben, Karlsruhe oder Hamm-Uentrop droht die Stilllegung und der Rückbau der Anlagen zum atomaren Fass ohne Boden zu werden."

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