MdB Hagemann besucht Wormser Kinowelt
Worms, 30. Dezember 2011
Seit rund einem halben Jahr präsentiert das Wormser KW-Kinocenter aktuelle Filme in modernster 3D-Digitaltechnologie, erläuterte Kinoinhaber Patrick Mais beim Besuch des Abgeordneten Klaus Hagemann (SPD) vor Ort. „In dreidimensionalen Filmen erleben unsere Kinobesucher wie zu Beginn des Jahres versprochen den Eindruck einer räumlichen Tiefe", freut sich Mais gemeinsam mit seinem Publikum über die erfolgreiche Investition.
„Allerdings entscheiden weiterhin die Kinogäste über die Zukunft des Kinos", betont der selbständige Inhaber mit seiner bereits über zehnjährigen Kinoerfahrung aus anderen Orten. Neben der starken Konkurrenz durch Heimkinoanlagen und zu schnell im Internet kursierenden Raubkopien belaste auch das absehbare Ende der analogen Filmrolle die Kinolandschaft. Allein um einen mittelgroßen Kinosaal auf einen digitalen Filmprojektor umzurüsten, müssten bis zu 100.000 Euro investiert werden. Aus den genannten Gründen, so Patrick Mais, haben in den vergangenen sieben Jahren bundesweit bereits 159 Filmtheater mit 200 Kinosälen geschlossen. In der Mehrzahl habe es sich um Einraumkinos in der Fläche gehandelt.
Als Haushaltspolitiker stellte Hagemann hierzu fest, dass Kinodigitalisierungen seit dem vergangenen Jahr dank einer Initiative der SPD gefördert werden könnten – wenn auch nicht im vorgeschlagenen Umfang. Dennoch bezeichnete Patrick Mais den überparteilichen Beschluss des Bundestages für die unabhängigen und mittelständischen Kinos als ein gutes Signal.Anschließend zeigte sich der Kinoliebhaber nach seinem ersten Jahr in und für Worms auf dem richtigen Weg: „Unsere vier Kinosäle ermöglichen uns, sowohl klassisches Familien- als auch niveauvolles Programmkino anzubieten", berichtet Mais. Dass Kinder sogar bis 15 Jahre einen Preisnachlass erhalten, begrüßt der ehemalige Grund- und Hauptschullehrer Hagemann ebenso wie das Fremdsprachenkino im Originalton mit deutschen Untertiteln (OmU).
„Kleine Filmtheater sind für mich ein Teil des städtischen Kulturlebens", bilanziert Hagemann. Aus diesem Grund gelte es, so der Parlamentarier abschließend, eine unabhängige Kinolandschaft fernab der großen Ketten beim Sprung ins digitale Zeitalter weiterhin zu unterstützen.
Florian Helfert
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