MdB Hagemann informiert sich bei Autobahnpolizei Gau-Bickelheim
Gau-Bickelheim, 20. Februar 2012
Kaum Parkmöglichkeiten für den Schwerlastverkehr auf der A63 zwischen Frankfurt und Kaiserslautern sowie zu wenige Fahrbahnen auf weiten Teilabschnitten der A61 zwischen Stromberg und Worms. Zu diesem Fazit kam der Bundestagsabgeordnete Klaus Hagemann (SPD) während eines Besuchs bei der Autobahnpolizei Gau-Bickelheim. Im Gespräch mit dem Leiter und Ersten Hauptkommissar Jörg Wegener, seinem Stellvertreter Hauptkommissar Alexander Kolb und dem Leiter der Verkehrsüberwachung Ersten Hauptkommissar Rainer Hois plädierte der Abgeordnete daher für einen Ausbau der Autobahnen 61 und 63.
„Die A61 ist an ihrer Belastungsgrenze gestoßen. Täglich verkehren 50.000 Fahrzeuge auf den 82 Kilometer Autobahnstrecke der A61 zwischen Stromberg und Worms und 27.000 Fahrzeuge der A63 zwischen Alzey und Göllheim. Der Ausbau orientierte sich am Bedarf der 70er Jahre und entspricht schon lange nicht mehr den tatsächlichen Belastungen", verdeutlichte Wegener, der sich für den Ausbau der A61 auf sechs Fahrbahnen plus Standstreifen ausspricht. „Zwar fließen jetzt fünf Millionen Euro in die Straßenerhaltung der A61 zwischen Worms/Mörstadt und Gundersheim und zwischen Frankenthal und Worms. Das reicht jedoch nicht aus", sagte Hagemann, der sich sowohl im Land als auch im Bund für eine Aufnahme des sechsspurigen Ausbau der A61 in den nächsten Bundesverkehrswegeplan einsetzen" wird. Denn mit der anstehenden Sanierung des Gotthard-Straßentunnels in der Schweiz droht der A61 als Hauptverkehrsader der Strecke Genua-Rotterdam zudem eine Verdopplung des Güterverkehrs.
Ein ebensolches Problem sieht Wegener in den mangelnden Parkmöglichkeiten für LKWs auf der Strecke der A63 zwischen Frankfurt und Kaiserslautern: „Auf 63 Kilometern gibt es keine Parkmöglichkeit und die einzigen sehr kleinen Rastplätze, Heuberger Hof und Steinbach, sind meist so überfüllt, dass LKWs bis auf die Standspuren stehen", erläutert Wegener. So könnten Kraftfahrer die gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten kaum einhalten. Bund, Länder und Gemeinden sind nach Bundesverkehrswegeplan jedoch angehalten , ausreichend Park- und Rastmöglichkeiten vorzuhalten. Hagemann sicherte zu, sich auf Bundesebene hierfür einzusetzen und wird sich gemeinsam mit der Autobahnpolizei demnächst persönlich ein Bild von den überfüllten Rastplätzen machen.
700 Drogendelikte erfasst
Die 35 Mitarbeiter der Autobahnpolizei bearbeiten im Durchschnitt jährlich 940 Verkehrsunfälle und 630 Straftaten. Die Einsatzkräfte verfügen über vier Streifenwagen und ein ziviles Videofahrzeug, das allein im vergangenen Jahr für 900 Stunden Abstands- und Geschwindigkeitsmessung erfolgreich eingesetzt war. Darüber hinaus zwingt der konstante Drogenverkehr aus Holland die Autobahnpolizei zu weitreichenden Maßnahmen: Seit 2004 begegnet die unter anderem dafür gegründete „AG Autobahn" Drogenkriminalität in enger Zusammenarbeit mit dem Zoll Koblenz und Saarbrücken. Dabei wurden 2011 fast 700 Drogendelikte geahndet.
Leon Giegerich
| < Zurück | Weiter > |
|---|