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Unterschrift von Klaus Hagemann

21.12.2009: Mit 2,50 Euro Klima schützen und Entwicklungshilfe leisten Drucken E-Mail
MdB Hagemann ruft zu Spenden für Klima-und Entwicklungshilfe-Projekt auf

Benin/Hahnheim, 21. Dezember 2009
weltwärts-Teilnehmer Sebastian Tzschöckel
Der Hahnheimer Sebastian Tzschöckel beim Bau eines Lehmofens gemeinsam mit seinem Chef in Benin.
Während der Klimaschutz-Gipfel in Kopenhagen ohne greifbares Ergebnis in diesen Tagen beendet worden ist, zeigt ein kleines Projekt im westafrikanischen Land Benin, wie allein mit 2,50 Euro ganz praktisch ein Beitrag zum Klimaschutz und zugleich konkrete Entwicklungshilfe geleistet werden kann. „Für diesen Betrag kann hier ein Lehmofen gebaut werden, der energiesparend kocht und damit die illegale Abholzung der Wälder verringert“, erklärt der Hahnheimer Sebastian Tzschöckel, der im Rahmen des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes „weltwärts“ des Bundes ein Jahr in der afrikanischen Region „Ouake“ verbringt und das Projekt mit betreut. Er hatte den Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann (SPD), den er seit seinem Praktikum im Berliner Bundestagsbüro kennt, über das Projekt informiert und ihn um Unterstützung gebeten. Daraus entstand nun die Idee, gemeinsam mit der Hahnheimer Ortsbürgermeisterin Sigrid Mangold-Wegner die Bevölkerung zu Spenden aufzurufen.

In Benin würden durch illegale Abholzungen verheerende Schäden in der Flora und Fauna verursacht, berichtet der 19-Jährige Tzschöckel bei einem Telefonat mit Hagemann und Mangold-Wegner. Der Großteil des abgeschlagenen Holzes werde von den Menschen zur Essensbereitung auf klassischen offenen Holzfeuern benötigt, was einen erheblichen CO2-Ausstoß verursache. Die massive Abholzung der Wälder führe zu Erosion und Zerstörung der Lebenswelt von Tieren. Außerdem sinke der Grundwasserspiegel, da das Regenwasser bei weniger Baumbestand schneller abfließe. „Dadurch trockenen Brunnen aus und der Zugang zu sauberem Trinkwasser wird erschwert“, erklärt Tzschöckel die weiteren negativen Folgen. Zudem müssten die Frauen, die in Benin hauptsächlich für die Brennstoffbeschaffung zuständig sind, immer weitere Wege zurücklegen, um Brennmaterial zu finden. Die vor Ort ansässige Entwicklungshilfeorganisation forciert deshalb, unterstützt vom Deutschen Entwicklungsdienst, den Bau von Lehmöfen als Lösung für dieses Problem.  60% weniger Brennmaterial würden durch Lehmöfen benötigt, wodurch auch der CO2-Ausstoß wesentlich verringert wird. Ziel ist es zunächst mindestens 500 Lehmöfen zu bauen, die aus Lehm, Sand und Zement bestehen. „Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Hilfsorganisation in Benin auf Spenden zur Unterstützung dieses sehr sinnvollen Projekts angewiesen“, rufen Hagemann und Mangold-Wegner nun die Bevölkerung zu Spenden auf. Hierzu hat Tzschöckel ein deutsches Konto eingerichtet, „das auch garantiert, dass das Geld vollständig und direkt in das Projekt investiert werden kann“. Die Kontodaten sind:

Sebastian Tzschöckel

BLZ: 12030000

Kontonummer: 1001503539

Deutsche Kredit Bank

Stichwort: „Lehmöfen“

Noch bis August 2010 wird Tzschöckel in Afrika bleiben. Er sei sehr freundlich aufgenommen worden sei und habe auch schon Freunde gefunden. Die Menschen dort seien trotz der weit verbreiteten Armut sehr liebenswürdig und hilfsbereit, so dass er, trotz einiger überstandener Malaria-Erkrankungen und obwohl er Familie und Freunde natürlich vermisse, noch nie über einen Abbruch des Aufenthaltes nachgedacht habe. Nur Weihnachtsstimmung will wegen der tropischen Temperaturen und der fehlenden Weihnachtsbäume bei dem jungen Hahnheimer nicht so richtig aufkommen…

Marco Sussmann/Carina Schwarz