Eine Woche im Bundestag zu verbringen und bei allen Sitzungen dabei zu sein, ist wohl für viele Politikinteressierte ein Traum, der sich nur schwer erfüllen lässt. Allerdings ermöglicht Klaus Hagemann Schülerinnen und Schülern, Auszubildenden sowie Studierenden genau diesen Wunsch: In jeder Sitzungswoche des Bundestages können mindestens zwei junge Praktikantinnen beziehungsweise Praktikanten aus seinem Wahlkreis in der Bundeshauptstadt Berlin am politischen Alltag des Abgeordneten teilnehmen.
Ende November hatten wir, vier junge Leute aus Deutschland und Bulgarien, die Chance eine Woche lang ein Praktikum beim MdB Klaus Hagemann zu absolvieren. Zustande kam der Kontakt durch den Internationalen Bauorden, einer ganz besonderen Nichtregierungsorganisation aus Klaus Hagemanns Wahlkreis. Der Bauorden organisiert seit fast sechzig Jahren internationale Workcamps für junge Menschen aus ganz Europa in ganz Europa. In zwei bis dreiwöchigen Projekten engagieren sich die Teilnehmer auf sozialen und kulturellen Baustellen, wie zum Beispiel in ungarischen Roma-Siedlungen. Die Teilnehmer erhalten für ihr Engagement kein Geld, aber Kost und Logis. Auf diese Weise leistet der Bauorden Jahr für Jahr ganz konkrete Beiträge zur europäischen Integration. Yussuf engagierte sich 2011 als Freiwilliger beim Bauorden: Von Februar bis Oktober absolvierte der Bulgare 16 Baucamps. Albrecht leistet seit August 2011 sein Freiwilliges Ökologisches Jahr beim Bauorden und Florian, ein Politikstudent aus Hannover machte dort im Sommer ein zweimonatiges Praktikum. Vervollständigt wurde unsere Gruppe durch Stanislav, einem VWL-Studenten aus Sofia, der gerade ein Auslandssemester in Worms verbringt.
From September 19th-23rd, Christopher Greenwood from St. Albans (England), who studies German at Oxford University, accompanied Federal Representative Klaus Hagemann (SPD) as an intern in the German Bundestag. Peter Redmayne and Tim Rickitt, two other students from St Albans (England), twin-city of Worms (Germany), also completed internships at the parliamentary office in the previous weeks, gathering first-hand experience in parliamentary work in Germany. In the last year Klaus Hagemann welcomed numerous other native English speakers from USA, United Kingdom and Australia as interns in Berlin.
It has become routine that at the end of a session-day Klaus Hagemann sits down together with his interns to compile and discuss the information in German. In the last meeting before his departure, Christopher Greenwood said: “Ich fand es spannend, überwältigen, ab und zu verwirrend aber vor allem faszinierend; wie alles läuft, wie die Politiker sich verhalten, die Atmosphäre in den verschiedenen Treffen, Debatten, Ausschüssen und Arbeitsgruppen. Es war definitiv eine einzigartige Einsicht und es wird mir auf jeden Fall in der Zukunft helfen, dass ich aus persönlichen Gründen und Erfahrungen über den Bundestag und das politische System in Deutschland reden darf.“ In the article below, Christopher reflects back on a week at the heart of government.
Praktikanten aus St. Albans bei MdB Hagemann
Die guten Beziehungen zwischen der Beaumont School in St. Albans und dem Wormser Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann (SPD) wurden kürzlich wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt: In der ersten Sitzungswoche des Bundestags nach der Sommerpause besuchten zwei Schüler aus der Wormser Partnerstadt in England den SPD-Abgeordneten für ein einwöchiges Praktikum im Bundestag. Bei den 17-jährigen Phoebe Greenland und Ben Williams stand vor ihrer Zeit im Bundestag aber erst mal Sightseeing auf dem Programm.
Im Bundestag erwarteten die Besucher aus England dann ereignisreiche Tage. Schließlich wurde in den Plenarsitzungen der Haushalt für das Jahr 2012 diskutiert. Für die seit 2009 amtierende Bundesregierung aus CDU/CSU und FDP also so etwas wie eine Halbzeitbilanz. „Ich war sehr nervös. Ich wusste ja nicht, was mich erwartet“ beschreibt Phoebe ihren ersten Arbeitstag bei Klaus Hagemann. Und ihr Klassenkamerad Ben fügt hinzu: „Ich dachte, ich verstehe bestimmt überhaupt nichts bei den Debatten“.
Ehemalige Praktikanten besuchen Klaus Hagemann
Sie kamen aus Frankreich, Polen, den Vereinigten Staaten und aus dem Wahlkreis, die ehemaligen Praktikanten, die sich mit Klaus Hagemann im Bundestag trafen, um mit Schülerinnen aus Rheinhessen Erfahrungen auszutauschen. Themen der Diskussion waren die jüngesten Entwicklungen in der EU und die Schuldenkrise. Piotr Linke und Wiktor Poste aus Koscian, der polnischen Partnerstadt Alzeys, zeigten sich beeindruckt von den Berichten der ehemaligen Praktikanten Klaus Hagemanns, die nach dem Studium teilweise auch beruflich den Weg in die politische Arbeit bei Think Tanks eingeschlagen haben.
Klaus Hagemann pflegt enge Kontakte in die Partnerstädte und -gemeinden seines Wahlkreises und lädt jedes Jahr junge Menschen aus England, Frankreich und Polen zu einem Praktikum nach Berlin ein. So sind über die Jahre freundschaftliche Verbindungen entstanden, die bei regelmäßigen Besuchen und Gegenbesuchen gepflegt werden.
Praktikumsbericht von Corinna Becker
Klaus Hagemann und ich lernten uns bereits vor einigen Jahren bei seiner umfangreichen Arbeit im Wahlkreis kennen. Bereits damals bot er mir ein Praktikum an, während meines Studiums war es jedoch wegen meiner Nebenjobs schwierig, ein Praktikum bei ihm zu absolvieren. Ich wollte möglichst viele Einblicke hinter die Kulissen erhalten und hatte mich daher entschlossen, das Praktikum sowohl im Wahlkreis selbst als auch in Berlin zu machen. Nach meinem Studium war es dann endlich soweit: Am 31.Januar 2011 trat ich das Praktikum im Wahlkreis an. Im Büro angekommen, lernte ich Klaus Hagemanns Mitarbeiter im Wahlkreis sowie Sebastian kennen, der in der ersten Woche ebenfalls ein Praktikum absolvierte.
Da ich Politikwissenschaft studiert hatte, wusste ich bereits, dass der Arbeitsalltag von Abgeordneten in jeglicher Hinsicht umfangreicher ist, als viele Menschen denken. Die Organisationsweise des Deutschen Bundestags bringt es mit sich, dass ein großer Teil der Beratungen und Vorarbeiten bereits in den teilweise zeitgleich tagenden Ausschüssen abläuft, so dass das Plenum selbst meist nicht voll besetzt ist.
Jans Graber absolviert Freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) beim Internationalen Bauorden
Das erste Mal traf ich Klaus Hagemann in Ungarn. Er besuchte das Projekt des Internationalen Bauordens, bei dem ich neben mir 4 Freiwillige das Haus der Familie eines Anschlagopfers renovierten. Im Gespräch befand ich mein Gegenüber als sowohl erfahren als auch geistig junggeblieben und dank der gegenseitigen Sympathie erhielt ich auch prompt eine Einladung, bei ihm in Berlin ein Praktikum machen zu können. Diese einmalige Chance wollte ich natürlich unbedingt nutzen.
Es dauerte noch ein halbes Jahr, bis ich in meinem FÖJ Zeit fand, der Einladung nachzukommen. Nachdem wir uns bei einem angenehmen Gespräch noch etwas genauer miteinander vertraut gemacht hatten, vereinbarten wir die Sitzungswoche vom 29.11. bis 3.12.2010 als Praktikumszeit. So reisten ich und Sultan Altan, eine türkische Teilnehmerin an früheren Bauorden-Camps, sonntags nach Berlin und checkten ins Meiniger Hotel am Hauptbahnhof ein, um am nächsten Tag ausgeschlafen in unser Abenteuer „Bundestag" starten zu können.
Jugend und Parlament: Wöllsteiner Schüler schnuppert im Bundestag rein
Kürzlich fuhr der 17 Jahre alte Michael Eppelmann, Schüler der elften Klasse des Elisabeth-Langgässer-Gymnasiums, mit einer Menge Vorfreude im Gepäck in die Bundeshauptstadt Berlin: Der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Worms, Klaus Hagemann (SPD), hatte ihn zu dem viertägigen Planspiel „Jugend und Parlament" eingeladen.
Zu diesem Projekt kamen 315 Schüler und Studenten aus ganz Deutschland im Bundestag zusammen, um mit fiktiven Identitäten bestückt und in eine der namentlich leicht abgewandelten Fraktionen Einblicke in die Arbeit der Bundestagsabgeordneten zu bekommen. Durch das Zusammenfinden in Landesgruppen, durch Fraktionssitzungen – Eppelmann wurde in die APD-Fraktion eingeteilt, die ideologisch und prozentual im Parlament der SPD entsprach - und in Arbeitsgruppen zu bestimmten politischen Themen leisteten die Teilnehmer eine fraktionelle Meinungsbildung. Diese Meinung war notwendig, weil die jungen Leute sich schließlich im Plenarsaal zur Debatte trafen.
Worms:
Donnerstag, 15. März 2012, 17.00 - 18.30 Uhr (Anmeldung erforderlich)
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Alzey:
Donnerstag, 19. April 2012, 17.00 - 18.00 (Anmeldung erdorderlich)
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