Jugend und Parlament: Wöllsteiner Schüler schnuppert im Bundestag rein
Kürzlich fuhr der 17 Jahre alte Michael Eppelmann, Schüler der elften Klasse des Elisabeth-Langgässer-Gymnasiums, mit einer Menge Vorfreude im Gepäck in die Bundeshauptstadt Berlin: Der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Worms, Klaus Hagemann (SPD), hatte ihn zu dem viertägigen Planspiel „Jugend und Parlament" eingeladen.
Zu diesem Projekt kamen 315 Schüler und Studenten aus ganz Deutschland im Bundestag zusammen, um mit fiktiven Identitäten bestückt und in eine der namentlich leicht abgewandelten Fraktionen Einblicke in die Arbeit der Bundestagsabgeordneten zu bekommen. Durch das Zusammenfinden in Landesgruppen, durch Fraktionssitzungen – Eppelmann wurde in die APD-Fraktion eingeteilt, die ideologisch und prozentual im Parlament der SPD entsprach - und in Arbeitsgruppen zu bestimmten politischen Themen leisteten die Teilnehmer eine fraktionelle Meinungsbildung. Diese Meinung war notwendig, weil die jungen Leute sich schließlich im Plenarsaal zur Debatte trafen.
Mit äußerst hitzigen und größtenteils schon sehr professionellen Reden präsentierten viele Teilnehmer aus allen Fraktionen die Ergebnisse der vorigen Tage vor den realen Bundestagsvizepräsidenten wie etwa Petra Pau (Die Linke) und Hermann Otto Solms (FDP).
Im Anschluss hatten die „Abgeordneten auf Zeit" die Chance, den Fraktionsvorsitzenden des Deutschen Bundestages (Frank Walter Steinmeier, SPD; Birgit Homburger, FDP; Gregor Gysi, DIE LINKE; Renate Künast, Grüne; Michael Kretschmer, CDU/CSU) in einer Podiumsdiskussion Fragen zu stellen; moderiert wurde diese Diskussion vom Leiter des ARD-Hauptstadtstudios, Ulrich Deppendorf.
Nach Ende dieser ereignisreichen Tage als fiktiver MdB gewährte Klaus Hagemann Eppelmann ein zweitägiges Kurzpraktikum, bei dem er die Gelegenheit hatte, „richtigen" Plenarsaaldebatten, Anhörungen und Ausschussitzungen beizuwohnen. In seinem Büro lernte er weitere Praktikanten kennen, darunter Schüler, Studenten, Azubis und einen französischen Langzeitpraktikanten. Auch hier konnte er weitere Facetten der Arbeit im Deutschen Bundestag erleben und hatte die Gelegenheit, viele bekannte Politiker hautnah zu erleben.
„Die Zeit in Berlin war ein unvergessliches Erlebnis und ich bin dem Deutschen Bundestag für die Jugendarbeit und im Besonderen Herrn Hagemann sehr dankbar, der mir das alles erst möglich gemacht hat." Und wer hat besser gearbeitet: Die „richtigen" Politiker oder die jungen Leute? „Die Richtigen sind hoffentlich kompromissbereiter", meint Michael Eppelmann und schmunzelt.
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Worms:
Mittwoch, 02. Mai 2012, 17.00 - 18.30 Uhr (Anmeldung erforderlich)
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Alzey:
Donnerstag, 19. April 2012, 17.00 - 18.00 (Anmeldung erdorderlich)
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